Penismusem

Sterilisation (Vasektomie)

Die Sterilisation dürfte wohl das sicherste Mittel sein, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Um es gleich vorwegzunehmen - Sterilisation hat mit Kastration nichts zu tun!

Die Sterilisation kann entweder ambulant oder stationär durchgeführt werden. Vor der Operation muß die Behaarung um die zu operierende Stelle entfernt werden, am besten die ganze Schambehaarung. Bei der ambulanten Operation wird das meist vom Patienten selbst am Tag vorher erledigt. Vor der Operation wird der Operationsbereich desinfiziert, die Samenleiter werden durch zwei Spritzen in der Leistengegend oder am Hodensack betäubt.

Der Arzt sucht seitlich am Hodensack nach dem Samenleiter und klemmt den Bereich um den Samenleiter so ein, dass die Haut straff gespannt ist. Hier wird nun ein etwa ein Zentimeter langer Schnitt geführt. Durch die Spannung tritt der Samenleiter hervor und es wird ein Stück davon herausgeschnitten. Die Enden werden abgebunden oder durch Hitze verschlossen. Die Enden der Samenleiter werden in verschiedenen Gewebebereichen versenkt und die Schnitte am Hodensack genäht. Die gesamte Operation dauert meist nicht länger als zwanzig Minuten, etwa eine Woche nach der Operation werden die Fäden entfernt.

Da sich im Samenleiter und auch im Bereich der Prostata und der Samenbläschen noch Spermien befinden, tritt die Zeugungsunfähigkeit erst nach ca. 4 Wochen bzw. 10 Ejakulationen ein. Eine entsprechende Nachuntersuchung des Ejakulats ist anzuraten, um den Erfolg des Eingriffs zu überprüfen, weitere Nachuntersuchungen werden nach 8 Wochen und nach einem Jahr durchgeführt. Die Ejakulatmenge verringert sich nach der Vasektomie praktisch nicht, da das Sperma nur zu etwa einem Prozent aus Samenzellen besteht, das restliche Volumen setzt sich im Wesentlichen aus den Sekreten der Prostata und der Samenbläschen zusammen.