Penismusem

Bakterielle Infektionen

Die häufigste durch Bakterien hervorgerufene Geschlechtskrankheit ist die Gonorrhö (Tripper). Sie wird durch Gonokokken übertragen und macht sich durch ein brennendes Gefühl beim Urinieren und eitrigen Ausfluß bemerkbar. Die Krankheit kann mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden.

Syphilis wird ebenfalls durch Bakterien verursacht und entwickelt sich über mehrere Stadien mit charakteristischen Symptomen. Zunächst entsteht ein bräunlich-rotes Geschwür, das oft unbemerkt bleibt, weil es weder Schmerzen noch Juckreiz verursacht. Das zweite Stadium ist durch Hautausschläge, Müdigkeit und Fieber gekennzeichnet. Nach zwei bis fünf Jahren bilden sich Knoten unter der Haut und es kommt zu Infektionen im Herz und in Nerven. Im letzten Stadium, das oft erst nach mehr als 10 Jahren eintritt, kann es zum Befall von Rückenmark und Gehirn kommen. Syphilis kann heute durch Antibiotika erfolgreich behandelt werden.

Auch der weiche Schanker wird durch Bakterien verursacht. Wenige Tage nach der Ansteckung enstehen Knötchen oder Geschwüre an der Infektionsstelle. Die Infektion kann mit Antibiotika behandelt werden.

Eine weitere durch Bakterien verursachte Krankheit ist die venerische Lymphknoten-Entzündung. Verursacher sind Chlamydien, die zunächst zu Bläschen führen, dann zu schmerzhaften Schwellungen der Lymphknoten in der Leistengegend.

Als Balanitis wird eine Entzündung der Eichel bezeichnet. Sie wird in der Regel durch mangelnde Hygiene hervorgerufen, insbesondere durch Ansammlung von Smegma. Dabei handelt es sich umd Absonderungen der Eichel- und Vorhautdrüsen. Der Balanitis kann durch tägliches Waschen der Eichel vorgebeugt werden. Zur Behandlung werden Antibiotika eingesetzt. Bei einer Vorhautverengung, die ausreichender Hygiene hinderlich ist, sollte eine Beschneidung ernsthaft in Betracht gezogen werden. Die Entzündungen können sehr schmerzhaft sein und Narben hinterlassen.