Penismusem

Virusinfektionen

Auch verschiedene Viren können Geschlechtskrankheiten verursachen. Herpes genitalis wird durch Herpes simplex Viren hervorgerufen und äußert sich zunächst durch Jucken, Hautrötung und Bläschen an den infizierten Stellen. Die Bläschen öffnen sich später und es und es kann zu Lymphknotenschwellungen kommen. Wird eine Behandlung versäumt, kann eine Herpesinfektion auch zu Nervenentzündungen führen. Zur Behandlung werden antiviral wirkende Medikamente eingesetzt, die die Vermehrung der Viren hemmen.

Auch Warzen werden durch Viren verursacht. Insbesondere Feigwarzenviren (Papillomaviren) sind für Warzen auf der Vorhaut, an der Harnröhre und am Penisschaft verantwortlich. Sie können mit einer Salbe, die den Wirkstoff Imiquimod enthält, behandelt werden.

AIDS wird durch durch sogenannte HI-Viren hervorgerufen. Sie führen zu einer drastischen Schwächung des Immunsystems, das so nicht mehr in der Lage ist, Krankheitserreger und Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. HIV-Viren befallen Zellen, die für die Funktion des Immunsystems von größter Bedeutung sind. Letztendlich führt nicht die HIV-Infektion zum Tod, sondern Sekundärinfektionen oder Kebserkrankungen, die vom geschwächten Immunsystem nicht mehr effektiv bekämpft werden können. Die Übertragung der Viren erfolg durch Blut, Sperma, und Scheidenflüssigkeit. Besonders groß ist die Ansteckungsgefahr beim Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern ohne Kondom. Die Heilung von AIDS ist noch nicht möglich, durch Medikamente kann jedoch der Ausbruch der Infektion verzögert und somit die Lebenserwartung HIV-infizierter Patienten deutlich verlängert werden.